Erleichterte Einstellung von IT-Spezialisten durch neues Gesetz

Am 1. März 2020 tritt das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz für Deutschland in Kraft. Dadurch wird es jetzt leichter für deutsche Unternehmen, qualifizierte Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern (wie z.B. Indien) einzustellen. Für den IT-Bereich gelten besonders günstige Regelungen.

Wesentliche Änderungen zur bisherigen Gesetzeslage

Durch das Gesetz werden einige der bisher sehr hohen Hürden, die den Zuzug ausländischer Fachkräfte zum deutschen Arbeitsmarkt beschränken sollten, eingerissen. Beschlossen wurde das Gesetz im Rahmen des Migrationspaktes am 15.08.2019.

Die wesentlichsten Änderungen sind:

  • Wegfall der Beschränkung des Zuzugs auf sogenannte „Engpass-” oder “Mangelberufe“
  • Abschaffung der Vorrangprüfung: Während bislang vor jeder Einstellung einer Fachkraft aus einem Drittstaat festgestellt werden musste, ob auch ein deutscher oder europäischer Bewerber zur Verfügung stünde, ist dies nun nicht mehr der Fall.
  • Bündelung der Zuständigkeiten bei zentralen Ausländerbehörden: Auf diese Weise soll der, natürlich weiterhin vorhandene, bürokratische Aufwand, der mit Erwerbsmigration verbunden ist, reduziert werden.
  • Möglichkeit eines „Beschleunigten Fachkräfteverfahrens“: Unternehmen können durch die Zahlung einer Gebühr in Höhe von 411 Euro ein “Beschleunigtes Fachkräfteverfahren” anstoßen, um die Bearbeitungszeiten bei Behörden etwa für die Abschlussanerkennung oder die Visumsantragstellung weiter zu reduzieren.

Blue card for IT experts

Warum wird Arbeitsmigration leichter?

Das erklärte Ziel der Bundesregierung ist es, auf diese Weise den Fachkräftemangel zu bekämpfen und deutschen Unternehmen die Aufnahme von Mitarbeitern aus dem Ausland zu erleichtern. Als „Fachkräfte“ gelten hierbei Personen, die entweder direkt in Deutschland eine Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium absolviert haben oder im Ausland eine anerkannt gleichwertige Ausbildung erwerben konnten. Die Anerkennung der Gleichwertigkeit des Abschlusses / der beruflichen Qualifikation der ausländischen Fachkraft wird im normalerweise Rahmen eines sogenannten „Anerkennungsverfahrens“ noch vor Einreise durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) geprüft und dann gegebenenfalls erteilt.
Das Visum für die Jobsuche und später die Arbeitserlaubnis werden auf Basis dieses Anerkennungsbeschlusses und der Erfüllung weiterer Voraussetzungen ausgestellt. 

Sonderregelung für IT-Branche

Die IT-Branche, respektive die IT-Unterkomponente, die es mittlerweile in fast jeder anderen Branche gibt, gehört sicherlich zu den Bereichen, in denen der größte Mangel an Fachkräften herrscht. Gleichzeitig ist gerade in diesem Bereich auf Grund seiner Dynamik ein „learning by doing“ und „training on the job“ üblich und häufig sogar sinnvoller als eine formalisierte Ausbildung; sei es an Hoch- oder an Berufsschulen. Um diesem Problem zu begegnen, gibt es im neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz eine Sonderregelung:

Die Notwendigkeit des Nachweises einer anerkannten Ausbildung fällt weg, wenn die Fachkraft von den letzten fünf Jahren zumindest drei in der IT-Branche gearbeitet hat. Das neue Gehalt muss außerdem mindestens 60 Prozent der Rentenbeitragsbemessungsgrenze (im Augenblick 4140 Euro brutto im Monat) betragen.

Neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz – mehr Argumente für Ihre Zusammenarbeit mit devHof

Bei devHof haben wir uns der Aufgabe verschrieben indische IT-Spezialisten und deutsche KMUs zum beiderseitigen Vorteil zusammenzubringen. Vor allem der Wegfall der Vorrangprüfung und die angesprochene Sonderregelung für ITler verbessern die Rahmenbedingungen für diese Tätigkeit enorm.

Hinzu kommt die bereits sehr fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Indien und Deutschland auf diesem Gebiet und die beim letztjährigen Indienbesuch der Bundeskanzlerin von ihr und Premierminister Narendra Modi ratifizierten Verträge zur Intensivierung des bilateralen Austauschs.

Nichtsdestotrotz ist nach wie vor ein nicht geringer bürokratischer Aufwand und ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl bei der Überwindung interkultureller Barrieren vonnöten, um nachhaltig gegenseitig gewinnbringende Arbeitsverhältnisse zwischen indischen IT-Spezialisten und dem deutschen Mittelstand zu etablieren.

Wir freuen uns darauf, Ihnen bei dieser Aufgabe zur Seite zu stehen!

Melden Sie sich gerne sofort für ein unverbindliches Gespräch: hi@devhof.com

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